Kontemplative Fotografie

Wenn ich fotografiere, bete ich.

"Die Kamera ist ein Instrument, das Menschen lehrt, ohne Kamera zu sehen", sagt uns die Fotografin Dorothea Lange.

Wer gerne fotografiert, kennet diesen besonderen Augenblick, in dem sich das Sehen verändert und wir eins werden mit dem Motiv, und eine Blüte, ein Gesicht, eine Landschaft finden Ausdruck im einem Foto.
Fotografieren als geistliche Übung führt zu einem achtsamen Umgang mit allem, was uns umgibt. Es ist, als würden wir zunächst einfach nur sehen, was vor uns liegt, einfach da ist, aber gleichzeitig tiefer in die Dinge hineinschauen. Und plötzlich wird deutlich, was durch die Oberfläche hindurchscheint. Dann habe ich das Gefühl, mein Foto ist für mich so etwas wie ein Gebet geworden: Wenn ich fotografiere bete ich.

Wenn sie die spirituelle Seite des Fotografierens entdecken möchten, laden wir Sie ein zu der Reihe "Kontemplative Fotografie. Wenn ich fotografiere bete ich". Ihre Fotos und ihr Sehen werden eine neue Tiefe gewinnen.

Kursheft "Exerzitien mit der Kamera"

"Ich glaube, dass kraft unseres Lebens die Entdeckung unserer eigenen Person und der Welt um uns herum Hand in Hand gehen. Diese Welt kann uns prägen, doch wird sie auch von uns beeinflusst. Es muss ein Gleichgewicht zwischen diesen beiden Welten - derjenigen in und der anderen außerhalb von uns - hergestellt werden. Als Ergebnis eines ständigen wechselseitigen Prozesses bilden diese beiden Welten am Ende eine einzige. Und diese Welt ist es, die wir kommunizieren müssen." 

Henri Cartier-Bresson, Fotograf