Kurzfilmandachten

Das Leben ist wie ein Kurzfilm. Nur länger.

Hier finden Sie Kurzfilme, die Sie anregen, über sich und ihren Weg mit Gott oder Gottes Weg mit Ihnen nachzudenken. Die Filme wirken bereits duch sich selbst. Üben Sie sich in ruhiger Betrachtung. Durch beigefügte Gebete und Impulsfragen gelangen sie tiefer in die Auseinandersetzung mit dem Film.

Der Mönch und der Fisch

ein Kurzfilm von Michael Dudok de Wit

Sehen Sie sich zunächst den Film an. Lassen Sie den Film auf sich wirken, lesen Sie dann die nachfolgenden Gebete.

Gehen Sie dann der Frage nach:
Welchen Fisch in meinem Leben will / wollte ich fangen?
Habe ich ihn gefangen?
Oder ist er einfach so zu mir gekommen?
Was in meinem Leben war ein Geschenk?
Was hat sich von mir finden lassen, obwohl ich es gar nicht gesucht habe?

Gebet:

So viele Wege in meinem Leben, die ich gehe.
Manchmal gehe ich unaufmerksam, manchmal achtsamer.
Manchmal weiß ich genau, wohin ich will, manchmal bin ich mir nicht sicher.
Manchmal komme ich an, wo ich gar nicht ankommen wollte.
Und bin ich angekommen, bin ich nicht oft doch wieder dort, wo mein Weg begann?
Wege über blühende Wiesen und Wege durch finstere Täler.
Gott, du sagst mir, dass du da bist auf meinen Wegen,
auch und gerade auf den schwierigen.
Und am Ende willst du mir einen Tisch bereiten;
ein großes Bankette, werde ich dann feststellen.
Mein Gott, öffne meine Augen und Sinne,
dass ich dich auf allen meinen Wegen nicht übersehe.
Herr, erbarme dich.

Manchmal finde ich etwas. Und dann habe es doch nicht gefunden.
Manchmal, Gott, glaube ich, Dich in meinem Alltag zu finden.
Ein winziger Augenblick voller Seligkeit.
Die Sonne glitzert auf den regennassen Blättern des Baumes.
Millionen Lichter tanzen vor meinen Augen.
Ich bin glücklich über diesen einen Augenblick.
Und fühle: Du bist ganz nah.
Wie innerlich gewärmt.
Alle Zeit steht still und alles Sein ist in einem einzigen Augenblick zusammengeflossen.
Du bist da.
Ich fühle es und bin davon erfüllt. ...
Und kaum denke ich es, ist er vorbei.
Dieser Augenblick voller Seligkeit.
Manchmal finde ich. Und dann habe es doch nicht gefunden. ...
Und wenn es ganz anders wäre?
Wenn nicht ich finde, sondern ich gefunden werde?
Und in all diesen wunderbaren Augenblicken, ...
immer nur einen winzigen Augenblick habe ich das Gefühl,
wie es ist, von Dir, Gott, gefunden zu werden.
Gott, du Grund aller Gründe,
wie der Hirsch lechzt nach frischen Wasser,
so sehnt sich meine Seele danach, von Dir gefunden zu werden.
Amen.